Immobilienmarktbericht Ratingen 2026
Ratingen bleibt 2026 einer der interessantesten Immobilienmärkte im direkten Umfeld von Düsseldorf. Die Stadt profitiert von ihrer Lage zwischen Landeshauptstadt, Flughafen, Messe, Ruhrgebiet und den hochwertigen Wohnlagen im Nordosten des Stadtgebiets. Genau diese Mischung aus wirtschaftlicher Stärke, guter Erreichbarkeit, knappen Bauflächen und einer vergleichsweise stabilen Nachfrage macht Ratingen für Eigennutzer, Kapitalanleger und Eigentümer gleichermaßen relevant.
Der amtliche Grundstücksmarktbericht 2026 zeigt ein klares Bild: Nach dem Preisrückgang im Jahr 2023 und der Stabilisierung im Jahr 2024 blieb die Zahl der Verkäufe 2025 nahezu konstant. Gleichzeitig stiegen die Preise für Wohnungen und Eigenheime wieder leicht an. Baugrundstücke blieben knapp, in mehreren Lagen wurden Kaufpreise oberhalb der Bodenrichtwerte registriert. Wer den Ratinger Markt professionell einschätzen will, muss deshalb nicht nur Durchschnittswerte lesen, sondern Lage, Baujahr, Mikrolage, Objektart und Angebotsknappheit sauber differenzieren.
Dieser Immobilienmarktbericht 2026 für Ratingen ordnet die amtlichen Transaktionsdaten, Bodenrichtwerte, Preisübersichten, Mietindikationen und Zukunftsfaktoren systematisch ein – getrennt nach Einfamilienhäusern, Wohnungen, unbebauten Grundstücken, Kapitalanlagen und Gewerbeimmobilien. So erhalten Eigentümer, Kaufinteressenten und Investoren eine fundierte, praxisnahe und realistisch eingeordnete Marktübersicht.
Ratingen als Immobilienstandort: stark, knapp und differenziert
Ratingen ist kein homogener Markt. Genau darin liegt seine Stärke – und zugleich die Herausforderung bei der Bewertung. Die Stadt grenzt direkt an Düsseldorf, liegt nur rund 5 Kilometer vom Flughafen Düsseldorf und etwa 6 Kilometer von der Messe entfernt. Das Zentrum von Düsseldorf ist in rund 12 Kilometern erreichbar. Hinzu kommen die Verbindungen Richtung Duisburg, Essen und Mettmann. Für den Immobilienmarkt bedeutet das: Ratingen profitiert nicht nur aus sich selbst heraus, sondern auch durch seine Funktion als Wohn-, Arbeits- und Investitionsstandort im erweiterten Düsseldorfer Wirtschaftsraum.
Auch die statistischen Rahmendaten unterstreichen die Marktqualität. Nach den im Grundstücksmarktbericht veröffentlichten Stadtangaben hatte Ratingen zum 31.12.2024 rund 93.550 Einwohner, knapp 48.997 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und eine Arbeitslosenquote von 7,7 Prozent. Gleichzeitig weist die Stadt einen großen Wohnungsbestand mit 45.082 Wohnungen aus. Das ist wichtig, weil ein breiter Bestand zwar grundsätzlich Marktliquidität schafft, die verfügbare Neubauproduktion aber sehr gering ist.
Besonders deutlich wird das bei der Bautätigkeit: Für das Jahr 2024 wurden nur 24 Baugenehmigungen und 20 Baufertigstellungen ausgewiesen. Bei den fertiggestellten Wohnungen lag die Zahl sogar nur bei 14 Einheiten, davon lediglich 2 Ein- bzw. Zweifamilienhäuser. Das ist für eine Stadt in dieser Lage und Größe ausgesprochen wenig. Ein Markt mit geringer Neubautätigkeit, zugleich hoher Lagequalität und begrenzten Flächenreserven neigt typischerweise nicht zu dauerhaftem Preisverfall, sondern eher zu Stabilität im Bestand und zu steigenden Preisen in guten Mikrolagen.
Für den Blick nach vorn ist außerdem relevant, dass die offizielle Bevölkerungsprognose der Stadt Ratingen bis 2040 insgesamt nur einen leichten Rückgang von derzeit 93.333 auf rund 91.236 Einwohner erwartet. Gleichzeitig steigt die Zahl älterer Menschen deutlich, während einzelne Stadtteile unterschiedlich stark wachsen oder schrumpfen. Für den Immobilienmarkt ist das ein klares Signal: Die Nachfrage verschiebt sich künftig stärker in Richtung gut erreichbarer, barrierearmer Wohnungen, während familiengeeignete Häuser in den nachgefragten Wohnlagen wegen des knappen Angebots weiterhin wertstabil bis wertsteigernd bleiben dürften.
Wichtige Einordnung für Eigentümer und Käufer
- Ratingen ist ein Lagemarkt: Unterschiede zwischen Hösel, Eggerscheidt, Lintorf, Mitte, West oder Tiefenbroich sind erheblich.
- Der Markt ist ein Bestandsmarkt: Neubau ist knapp, viele Preisbewegungen entstehen aus dem Wiederverkauf des vorhandenen Bestands.
- Der Markt ist ein Mikrolagenmarkt: Eine gute Adresse, ruhige Wohnlage, Grundstückszuschnitt und Modernisierungsgrad wirken sich in Ratingen oft stärker aus als pauschale Stadtmittelwerte.
- Der Markt ist ein Knappheitsmarkt: Baugrundstücke, moderne Eigentumswohnungen und hochwertige Eigenheime bleiben das begrenzte Gut.
Gesamtmarkt 2025: stabile Transaktionszahl, leichter Preisauftrieb
Der amtliche Grundstücksmarktbericht 2026 beschreibt das Jahr 2025 als Fortsetzung der Normalisierung nach dem Einschnitt des Jahres 2023. Die Gesamtzahl der Kaufvorgänge blieb mit 769 nahezu auf Vorjahresniveau von 773. Der Flächenumsatz sank allerdings von 72,2 auf 65,4 Hektar, der Geldumsatz von 349,5 auf 329,4 Millionen Euro. Das ist kein Markteinbruch, sondern eine nachvollziehbare Marktberuhigung bei nahezu gleichbleibender Transaktionszahl. Anders formuliert: Es wurde ähnlich häufig verkauft, aber im Durchschnitt etwas weniger Fläche und etwas weniger Geld umgesetzt.
Auffällig ist dabei die Struktur des Marktes. Bebaute Grundstücke stellten mit 314 Kaufverträgen und 225,7 Millionen Euro Umsatz den größten Teil des Kaufmarktes. Wohnungs- und Teileigentum kam auf 378 Verträge und 80,2 Millionen Euro. Unbebaute Grundstücke blieben mit 28 Verträgen selten, erzielten aber immer noch 24,4 Millionen Euro. Gerade diese Knappheit bei den Bauflächen ist für Ratingen ein zentrales Preisthema.
Der Vorsitzende des Gutachterausschusses formuliert die Markttendenz deutlich: Nach der Korrektur 2023 und der Stabilisierung 2024 stiegen die Preise von Wohnungen und Eigenheimen 2025 wieder geringfügig. Baugrundstücke blieben sehr knapp; in mehreren Teilmärkten wurden leichte Steigerungen beobachtet. Für Ratingen bedeutet das in der Praxis: Die Phase deutlicher Rückgänge scheint beendet, der Markt hat sich sortiert, und qualitätsstarke Objekte finden wieder verlässlich Käufer.
Wer daraus eine pauschale Aussage für jede Immobilie ableitet, würde allerdings zu kurz greifen. Gerade in Ratingen trennen Baujahr, Modernisierung, Energiezustand, Grundstücksgröße, Haustyp und Lage den Markt in unterschiedliche Preiswelten. Deshalb ist der Durchschnitt immer nur die erste Orientierung – nicht das Bewertungsergebnis.
Unbebaute Grundstücke: der knappste Teilmarkt in Ratingen
Der Teilmarkt der unbebauten Grundstücke ist in Ratingen traditionell klein – und genau das macht ihn so preissensibel. Im Jahr 2025 wurden insgesamt nur 28 Kaufverträge über unbebaute Grundstücke registriert. Davon entfielen 19 auf den individuellen Wohnungsbau, 3 auf Mehrfamilienhäuser bzw. Geschosswohnungsbau, 2 auf werdendes Bauland oder Rohbauland und 4 auf Arrondierungsflächen. Für gewerbliche Bauflächen gab es 2025 gar keine registrierten Kaufverträge. Das zeigt: Bauland ist vorhanden, aber kaum handelbar – und wenn es auf den Markt kommt, dann häufig in Spezialkonstellationen.
Bemerkenswert ist außerdem ein wichtiger methodischer Hinweis des Gutachterausschusses: Von den 19 Verträgen im individuellen Wohnungsbau betrafen 12 Grundstücke, die bereits mit einem Wohnhaus bebaut waren und nach dem Kauf abgerissen wurden. Das bedeutet: Ein erheblicher Teil des „unbebauten“ Grundstücksmarkts ist in Wahrheit ein Abbruch- und Neubaugeschäft. Reine freie Baugrundstücke sind also noch seltener als die Statistik zunächst vermuten lässt.
Der Flächenumsatz im Segment der unbebauten Grundstücke lag 2025 bei 6,6 Hektar, der Geldumsatz bei 24,4 Millionen Euro. Im individuellen Wohnungsbau entfielen 2,3 Hektar und 9,9 Millionen Euro auf diesen Teilmarkt. Für den Geschosswohnungsbau waren es 3,0 Hektar und 12,3 Millionen Euro. Gerade diese Zahlen sind wichtig für Bauträger und Eigentümer größerer Flächen, weil sie zeigen: Wenn Bauland für Mehrfamilienhäuser handelbar wird, ist der Markt in Ratingen durchaus aufnahmefähig – nur eben bei sehr geringer Fallzahl.
Noch wichtiger als die Umsätze sind die amtlichen Bodenrichtwerte. Zum Stichtag 01.01.2025 lagen die gebietstypischen Bodenrichtwerte in Ratingen für Wohnbauflächen mit ein- und zweigeschossiger Bauweise bei 790 €/m² in guter Lage, 725 €/m² in mittlerer Lage und 585 €/m² in mäßiger Lage. Für drei- und mehrgeschossige Wohnbauflächen wurden 730 €/m² in guter und 695 €/m² in mittlerer Lage ausgewiesen. Gewerbliche Bauflächen lagen bei 240 €/m², 160 €/m² und 120 €/m² je nach Lagequalität; gewerbliche Bauflächen mit Büronutzung bei 650 €/m² in guter und 295 €/m² in mittlerer Lage. Für gemischte Nutzungen wurden ohne Lagequalifizierung 850 €/m² innerhalb der Ringe und 770 €/m² in sonstigen Lagen genannt. Das Kerngebiet der Ratinger Fußgängerzone lag bei 950 €/m². Wohnbauflächen im Außenbereich wurden mit 145 €/m², landwirtschaftliche Nutzflächen mit 9 €/m² und forstwirtschaftliche Nutzflächen ohne Aufwuchs mit 1,50 €/m² ausgewiesen.
Der Gutachterausschuss weist ausdrücklich darauf hin, dass Kaufpreise in den Stadtteilen Ost, Mitte, Süd und Lintorf 2025 zum Teil über den bestehenden Bodenrichtwerten lagen. Das ist ein klares Knappheitssignal. Für Eigentümer heißt das: Der Bodenrichtwert bleibt eine wichtige Orientierungsgröße, aber in sehr guten, marktdynamischen Mikrolagen ist der reale Marktpreis nicht automatisch deckungsgleich mit dem Richtwert. Für Käufer heißt es umgekehrt: Wer in Ratingen auf „amtlichen Richtwert“ allein setzt, unterschätzt in guten Lagen oft die reale Wettbewerbssituation.
Spannend ist auch die Langfristperspektive. Der Gesamtindex für Bodenpreisreihen im gesamten Stadtgebiet lag 2025 – auf Basis 2000 = 100 – beim individuellen Wohnungsbau bei 248,8, beim Geschosswohnungsbau bei 209,0 und beim Gewerbe bei 160,9. Das verdeutlicht sehr klar, wie stark die Bodenpreise in Ratingen insbesondere im Wohnsegment über einen langen Zeitraum gestiegen sind. Selbst wenn einzelne Jahre stagnieren, bleibt das strukturelle Preisniveau hoch.
Infobox: Bodenrichtwerte Ratingen zum 01.01.2025
gute Lage 790 €/m²
mittlere Lage 725 €/m²
mäßige Lage 585 €/m²
gute Lage 730 €/m²
mittlere Lage 695 €/m²
240 €/m²
160 €/m²
120 €/m²
650 €/m² in guter Lage
295 €/m² in mittlerer Lage
Einfamilienhäuser in Ratingen: wertstabil mit klaren Lage- und Qualitätsunterschieden
Der Markt für Ein- und Zweifamilienhäuser bildet das Rückgrat des Ratinger Wohnimmobilienmarktes. 2025 wurden allein im individuellen Wohnungsbau 251 bebaute Grundstücke gehandelt, mit einem Geldumsatz von 141,3 Millionen Euro. Das ist viel – und zeigt, dass Ratingen trotz Flächenknappheit ein aktiver Markt für Eigenheime bleibt. Wer hier verkauft, verkauft aber nicht in einem Massenmarkt. Entscheidend sind Objektqualität, Modernisierungsgrad, Energieeffizienz, Grundstück, Nachbarschaft und Stadtteil.
Bei den freistehenden Ein- und Zweifamilienhäusern lagen die durchschnittlichen Kaufpreise 2025 je nach Baujahresgruppe deutlich auseinander. Für Objekte der Baujahre 2010 bis 2023 wurden durchschnittlich rund 999.833 Euro beziehungsweise 5.734 €/m² Wohnfläche erzielt. Häuser der Baujahre 1995 bis 2009 lagen bei 747.200 Euro und 4.328 €/m². In der Baujahresgruppe 1975 bis 1994 wurden 800.900 Euro und 4.082 €/m² erreicht, in der Gruppe 1950 bis 1974 noch 546.651 Euro und 3.608 €/m². Das zeigt zweierlei: Erstens bleibt auch älterer Bestand in Ratingen werthaltig. Zweitens bezahlt der Markt für jüngere bzw. modernere freistehende Häuser einen erheblichen Aufschlag.
Auch bei den Doppelhaushälften ist das Bild klar. Neubauten lagen 2025 im Mittel bei 879.898 Euro und 5.633 €/m² Wohnfläche. Für Doppelhaushälften der Baujahre 2010 bis 2023 wurden 5.958 €/m² erzielt, für die Gruppe 1995 bis 2009 rund 4.625 €/m², für 1975 bis 1994 rund 3.958 €/m² und für 1950 bis 1974 rund 3.107 €/m². Doppelhaushälften sind damit in Ratingen ein hochrelevantes Marktsegment, weil sie zwischen klassischem Einfamilienhaus und verdichtetem Wohnen liegen und für viele Familien die realistischere Alternative zum freistehenden Haus darstellen.
Reihenmittelhäuser zeigen 2025 ebenfalls ein sauberes Preisband. Neubauten lagen bei 4.837 €/m², Häuser der Baujahre 1995 bis 2009 bei 4.086 €/m², Objekte der Jahre 1975 bis 1994 bei 3.718 €/m² und Häuser aus 1950 bis 1974 bei 3.035 €/m². Reihenendhäuser lagen für 1995 bis 2009 sogar bei 5.111 €/m², für 1975 bis 1994 bei 3.945 €/m² und für 1950 bis 1974 bei 3.351 €/m². Das unterstreicht, dass Reihenendhäuser in der Marktwahrnehmung häufig näher an der Doppelhaushälfte liegen als am klassischen Reihenmittelhaus.
Auf Stadtteilebene bestätigt sich das bekannte Bild, allerdings muss man wegen kleiner Fallzahlen vorsichtig interpretieren. In Ratingen-Mitte lagen freistehende Häuser der Baujahre 1950 bis 1974 2025 durchschnittlich bei 3.780 €/m², Häuser von 1975 bis 1994 bei 4.472 €/m². In Breitscheid wurden für freistehende Häuser der Baujahre 2010 bis 2023 durchschnittlich 5.924 €/m² ausgewiesen, in Hösel/Eggerscheidt für ältere freistehende Häuser 4.098 €/m² beziehungsweise 4.291 €/m². Bei Doppelhaushälften lagen Neubauten in Ratingen-West bei knapp 5.899 €/m², während in Ratingen-Mitte für Doppelhaushälften der Baujahre 1995 bis 2009 rund 4.373 €/m² ausgewiesen wurden. Diese Beispiele zeigen: Lagequalität und Objektart greifen in Ratingen sehr eng ineinander.
Für Eigentümer ist vor allem wichtig, dass ältere Durchschnittswerte niemals direkt auf das eigene Objekt übertragen werden dürfen. Ein unsaniertes Haus von 1965 in einfacher Mikrolage und ein modernisiertes Haus desselben Baujahrs in guter Mikrolage können in Ratingen massiv auseinanderliegen. Das gilt umso mehr seit der Energieeffizienz stärker in Kaufentscheidungen eingreift. Ein guter Energiezustand, ein modernes Bad, eine zeitgemäße Haustechnik, eine attraktive Grundrissstruktur und ein gepflegter Außenbereich machen in Ratingen meist einen deutlichen Unterschied.
Für den Markt spricht außerdem, dass der Gutachterausschuss für freistehende Einfamilienhäuser einen Liegenschaftszinssatz von 2,9 Prozent und für Reihen- und Doppelhäuser von 3,0 Prozent veröffentlicht hat. Das sind keine Angebotspreise, sondern wertermittlungsrelevante Marktdaten. Sie verdeutlichen, dass Ratingen im Eigenheimsegment weiterhin als vergleichsweise starker, wertstabiler Markt eingeordnet wird.
Wer 2026 ein Haus in Ratingen kaufen möchte, muss deshalb nicht nur auf den Quadratmeterpreis schauen. Entscheidend ist, in welchem Teilmarkt sich das Objekt bewegt: Neubau oder Bestand, freistehend oder angebaut, ältere Bausubstanz oder modernisiert, Premiumlage oder Standardlage. Gerade in Ratingen führt die richtige Einordnung oft zu deutlich besseren Kauf- und Verkaufsentscheidungen als jeder pauschale Online-Rechner.
Infobox: Hauspreise 2025 in Ratingen (amtliche Durchschnittswerte)
- Freistehende Häuser 2010–2023: ca. 5.734 €/m² Wohnfläche
- Freistehende Häuser 1950–1974: ca. 3.608 €/m² Wohnfläche
- Doppelhaushälften Neubau: ca. 5.633 €/m² Wohnfläche
- Doppelhaushälften 1975–1994: ca. 3.958 €/m² Wohnfläche
- Reihenmittelhäuser Neubau: ca. 4.837 €/m² Wohnfläche
- Reihenmittelhäuser 1950–1974: ca. 3.035 €/m² Wohnfläche
- Reihenendhäuser 1995–2009: ca. 5.111 €/m² Wohnfläche
Eigentumswohnungen: leicht steigende Preise, sehr knapper Neubau
Der Markt für Eigentumswohnungen ist in Ratingen 2025 ebenfalls stabil bis leicht steigend. Insgesamt wurden 325 Kaufverträge über Wohnungseigentum registriert, der Geldumsatz lag bei 78,3 Millionen Euro. Damit bleibt dieses Segment ein tragender Pfeiler des Marktes – sowohl für Eigennutzer als auch für kleinere Kapitalanleger. Zugleich muss man sauber zwischen Neubau und Bestand unterscheiden, denn beide Märkte funktionieren unterschiedlich.
Im Neubausegment wurden 2025 lediglich 4 Erstverkäufe aus Neubau ausgewertet. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 4.949 €/m² Wohnfläche bei einer mittleren Wohnfläche von 134 m². Bemerkenswert ist, dass diese Verkäufe ausschließlich in Hösel/Eggerscheidt registriert wurden. Gegenüber 2024 fiel der durchschnittliche Kaufpreis dort um rund 12 Prozent. Diese Zahl sollte jedoch nicht als genereller Preisrückgang des Neubaus missverstanden werden – die Fallzahl ist sehr klein, und im Neubausegment können schon wenige hochwertige Einheiten die Statistik stark beeinflussen.
Aussagekräftiger für den Gesamtmarkt sind die Weiterverkäufe im Bestand. Hier lagen die Durchschnittswerte 2025 bei 4.789 €/m² für Wohnungen der Baujahre 2010 bis 2023, bei 3.553 €/m² für 1995 bis 2009, bei 2.994 €/m² für 1975 bis 1994 und bei 2.524 €/m² für 1950 bis 1974. Die amtliche Preisindexreihe für selbstgenutztes Wohnungseigentum weist für weiterverkaufte Eigentumswohnungen 2025 gegenüber dem Vorjahr eine durchschnittliche Preissteigerung von rund 1,6 Prozent aus. Genau diese Entwicklung passt zu dem Bild, das der Gutachterausschuss im Vorwort beschreibt: keine neue Boomphase, aber eine spürbare Stabilisierung mit leicht positivem Preistrend.
Auch innerhalb der Stadtteile wird die Spreizung deutlich. In Ratingen-Mitte lagen Wohnungen der Baujahre 1950 bis 1974 2025 durchschnittlich bei 2.697 €/m², im Segment 1995 bis 2009 bei 3.691 €/m². In Tiefenbroich wurden für ältere Bestandswohnungen rund 2.601 €/m² bzw. 2.563 €/m² erreicht, in Lintorf rund 2.425 €/m² bzw. 2.894 €/m². Hösel/Eggerscheidt zeigte höhere Werte mit etwa 3.169 €/m² für 1975 bis 1994, 3.236 €/m² für 1995 bis 2009, 5.169 €/m² für Wohnungen der Baujahre 2010 bis 2023 und 4.949 €/m² im Neubau. Gerade hier sieht man sehr deutlich, wie stark Lage, Qualität und Neubauknappheit auf das Preisniveau wirken.
Für Kapitalanleger sind außerdem die veröffentlichten Liegenschaftszinssätze interessant. Selbstgenutzte Eigentumswohnungen wurden mit 1,6 Prozent, vermietete Eigentumswohnungen mit 2,2 Prozent ausgewiesen. Auch das sind keine Renditeversprechen, sondern sachverständige Marktdaten. Sie zeigen aber sehr gut, dass Ratingen im Wohnungsmarkt weiterhin einen niedrigen Risikozuschlag und damit eine gute Marktstellung aufweist.
Im Frühjahr 2026 ergänzen angebotsorientierte Preisindikatoren das amtliche Bild. Engel & Völkers nennt für Ratingen aktuell einen Median-Kaufpreis von rund 3.356 €/m² für Wohnungen. Immowelt sieht einzelne Stadtteile bei den angebotenen Wohnungspreisen im April 2026 in sehr unterschiedlichen Korridoren: etwa 3.055 €/m² in Ratingen-West, 3.218 €/m² in Lintorf, 3.397 €/m² in Tiefenbroich, 3.641 €/m² im Zentrum und rund 3.837 €/m² in Hösel. Solche Plattformwerte sind keine notariellen Abschlussdaten, aber sie zeigen sehr anschaulich, wie sich das aktuelle Angebot innerhalb der Stadt staffelt.
Für Eigentümer heißt das: Gute Wohnungen in den stärkeren Lagen bleiben gefragt, vor allem wenn Aufzug, Balkon, Stellplatz, moderner Schnitt und ordentlicher Energiezustand zusammenkommen. Für Kaufinteressenten gilt umgekehrt: In Ratingen entscheidet nicht nur der Preis pro Quadratmeter, sondern die Kombination aus Lage, Hausgeld, energetischem Zustand, Gebäudegröße, Rücklagen und Vermietbarkeit.
Infobox: Wohnungsmarkt Ratingen 2025 / Frühjahr 2026
- 325 Verkäufe von Eigentumswohnungen im Jahr 2025
- Neubau-Erstverkäufe 2025: Ø 4.949 €/m²
- Weiterverkauf 2010–2023: Ø 4.789 €/m²
- Weiterverkauf 1950–1974: Ø 2.524 €/m²
- Preisindex Bestand: rund +1,6 % gegenüber Vorjahr
- Angebotsindikator 2026: Stadtweit etwa mittleres 3.000er-Niveau, in Hösel deutlich darüber
Kapitalanlagen und Mehrfamilienhäuser: weiterhin ein gefragter Teilmarkt
Für Kapitalanleger ist Ratingen vor allem deshalb interessant, weil der Markt sehr gut zwischen Düsseldorf-Nähe, wirtschaftlicher Stärke und begrenztem Neubauangebot balanciert. 2025 wurden im Bereich der bebauten Grundstücke 33 Kaufverträge im Segment Mehrfamilienhäuser und Geschosswohnungsbau registriert, mit einem Geldumsatz von 24,4 Millionen Euro. Zusätzlich wurden im unbebauten Bereich 3 Verträge für Mehrfamilienhaus- bzw. Geschosswohnungsbauflächen mit 12,3 Millionen Euro Umsatz verzeichnet. Das ist für einen lokal begrenzten Markt beachtlich.
Die Preisübersicht für Geschosswohnungsbau und Mehrfamilienhäuser zeigt 2025 vor allem in zwei Baujahresgruppen belastbare Daten. Für Objekte der Baujahre 1975 bis 1994 lag der durchschnittliche Kaufpreis bei rund 2.682 €/m² Wohnfläche, für die Baujahre 1950 bis 1974 bei etwa 2.038 €/m². Neuere Baujahresgruppen sind wegen zu geringer Fallzahlen statistisch kaum besetzt. Das ist typisch für lokale Kapitalanlagemärkte mit enger Datenbasis: Gute Bestände werden nicht ständig gehandelt.
Der vom Gutachterausschuss veröffentlichte Liegenschaftszinssatz für Mehrfamilienhäuser mit reiner Wohnnutzung oder einem gewerblichen Anteil unter 20 Prozent am Rohertrag liegt bei 3,1 Prozent. Der Rohertragsvervielfältiger wurde mit 18,4 ausgewiesen. Beide Werte sind für professionelle Wertermittlung und Plausibilisierung wichtiger als grobe Online-Renditeversprechen. Sie zeigen vor allem, dass Ratingen im Mehrfamilienhaussegment kein Hochrisikomarkt ist, sondern ein Markt mit vergleichsweise solider Ertragsbasis und guter langfristiger Vermietbarkeit.
Für private Kapitalanleger mit Fokus auf Eigentumswohnungen ist Ratingen ebenfalls attraktiv, allerdings nicht als reiner Renditemarkt. Der stärkere Hebel liegt hier meist in der Kombination aus Vermietbarkeit, Substanzqualität und langfristiger Wertstabilität. Wer in Ratingen investiert, kauft deshalb eher verlässliche Lage- und Nachfragequalität als spektakuläre Anfangsrenditen.
Gewerbeimmobilien: guter Standort, aber statistisch heterogener Markt
Ratingen ist als Gewerbestandort stark. Die Nähe zu Düsseldorf, Flughafen und Messe, die gute Autobahnanbindung und die hohe Zahl sozialversicherungspflichtiger Beschäftigter machen die Stadt für Büro- und Gewerbenutzungen grundsätzlich attraktiv. Genau deshalb sollte man bei Gewerbeimmobilien jedoch besonders sauber differenzieren. Das Gewerbe in Ratingen ist kein einheitlicher Markt, sondern reicht von klassischen Büroimmobilien über produktionstaugliche Flächen bis zu Sondernutzungen und großflächigen Handels- oder Dienstleistungsobjekten.
Die Umsatzstatistik 2025 weist bei den bebauten Grundstücken 5 Kaufverträge im Segment Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude mit 40,7 Millionen Euro Geldumsatz aus. Für Gewerbe- und Industriegebäude wurden 7 Verträge und 8,5 Millionen Euro registriert. Gleichzeitig zeigt die Preisübersicht, wie begrenzt die statistische Tiefe in diesem Bereich ist: Bei Büro- und Verwaltungsgebäuden gab es 2025 keine ausreichenden auswertbaren Kauffälle für belastbare Preiskennzahlen nach Baujahresgruppen.
Trotzdem veröffentlicht der Gutachterausschuss wertermittlungsrelevante Faktoren. Für Büroimmobilien wurde ein Liegenschaftszinssatz von 6,4 Prozent und ein Rohertragsvervielfältiger von 11,8 beschlossen. Der Ausschuss weist zugleich darauf hin, dass diese Werte sich nicht auf Objekte im Gewerbegebiet Ratingen-Ost beziehen und dass es sich um Durchschnittswerte unterschiedlicher Büronutzungen im gesamten Stadtgebiet handelt. Im Jahr 2025 gab es keine geeigneten auswertbaren Kauffälle von Büroimmobilien; weil Bodenwerte und Mietpreise in diesem Segment stabil waren, wurden die Ertragsfaktoren fortgeschrieben.
Für Gewerbe- und Industriegebäude verweist der Bericht ausdrücklich auf die Heterogenität der Nutzungen – genannt werden etwa Tankstelle, Hotel, Autohaus und Gartencenter. Gerade deshalb lassen sich in diesem Segment keine einheitlichen Ertragsfaktoren veröffentlichen. Für Verkäufer und Investoren folgt daraus eine einfache Konsequenz: Gewerbe in Ratingen muss objektindividuell analysiert werden. Pauschale Multiplikatoren oder schematische Quadratmeteransätze greifen hier meist zu kurz.
Mietmarkt und aktuelle Angebotsindikationen 2026
Neben den Kaufpreisen lohnt immer auch der Blick auf den Mietmarkt. Der Gutachterausschuss hat für 2025 Vermietungsangebote von Einfamilienhäusern ausgewertet. Dabei ergaben sich durchschnittliche Mietpreisforderungen von 14,57 €/m² Wohnfläche für freistehende Einfamilienhäuser, 14,25 €/m² für Doppelhaushälften und 13,70 €/m² für Reihenhäuser. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die Angebotsmieten für Einfamilienhäuser aller Haustypen zusammen betrachtet im Durchschnitt um rund 0,8 Prozent. Das ist kein explosionsartiger Anstieg, aber ein Zeichen dafür, dass gut vermietbare Häuser in Ratingen knapp bleiben.
Für Wohnungen liefern marktnahe Angebotsplattformen einen aktuellen Zusatzblick. ImmoScout24 nennt für Mietwohnungen in Ratingen im ersten Quartal 2026 durchschnittlich 11,38 €/m² und damit einen Anstieg von rund 4,47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. IVD West beschreibt für NRW insgesamt ein ähnliches Bild: Kaufpreise für Wohnimmobilien stabilisieren sich, während die Mieten weiter steigen. Der Verband spricht für Nordrhein-Westfalen von durchschnittlichen Mietsteigerungen zwischen 2 und 5 Prozent und verweist zugleich auf rückläufige Baugenehmigungen und zu geringe Neubautätigkeit.
Für Kaufinteressenten sind außerdem die aktuellen Angebotsindizes im Frühjahr 2026 interessant. Engel & Völkers sieht in Ratingen aktuell einen Median-Kaufpreis für Häuser von rund 4.226 €/m² und für Wohnungen von rund 3.356 €/m². Immowelt weist in den Stadtteilen teils deutlich differenzierte Angebotspreise aus: Häuser liegen dort etwa bei 4.059 €/m² in Tiefenbroich, 4.305 €/m² in Lintorf, 4.465 €/m² in Ratingen-West, 4.536 €/m² im Zentrum, 4.674 €/m² in Hösel und 4.934 €/m² in Eggerscheidt. Wohnungspreise reichen im selben Raster von etwa 3.055 €/m² in Ratingen-West bis 3.837 €/m² in Hösel. Das bestätigt die amtliche Marktlogik: Lage schlägt Durchschnitt.
Wichtig ist dabei die methodische Trennung. Angebotspreise sind keine notariell beurkundeten Kaufpreise. Sie zeigen jedoch sehr gut, wo Eigentümer und Makler den Markt aktuell sehen und in welchen Lagen Aufschläge durchsetzbar erscheinen. In Verbindung mit den amtlichen Transaktionsdaten entsteht so ein belastbares Gesamtbild: Ratingen befindet sich 2026 in einem stabilen bis leicht steigenden Marktumfeld mit starker innerstädtischer Spreizung.
Infobox: Angebotsorientierte Orientierung Frühjahr 2026
- Wohnungsmieten Ratingen: ca. 11,38 €/m² im Q1 2026
- Häuser Ratingen: Angebotsindikatoren im niedrigen bis mittleren 4.000er-Bereich pro m²
- Wohnungen Ratingen: Angebotsindikatoren im mittleren 3.000er-Bereich pro m²
- Starke Lagen: insbesondere Hösel, Eggerscheidt, gute Teile von Mitte und ausgewählte Lintorfer Mikrolagen
- Preisbewussteres Segment: häufiger in West, Tiefenbroich und älteren Standardlagen
Wie könnte sich der Immobilienmarkt in Ratingen 2026 und 2027 entwickeln?
Eine seriöse Prognose muss vorsichtig formuliert werden. Niemand kann die nächsten Quartale punktgenau vorhersagen. Was sich jedoch aus den amtlichen Daten und den aktuellen Marktindikatoren sauber ableiten lässt, ist die wahrscheinliche Richtung. Und diese Richtung spricht in Ratingen eher für Stabilität mit leicht positiver Tendenz als für neue flächendeckende Preisrückgänge.
Der erste Grund ist die knappe Angebotsseite. Die Bautätigkeit in Ratingen ist niedrig, Baugrundstücke sind knapp, und ein erheblicher Teil der „freien“ Bauflächen besteht faktisch aus Abrissgrundstücken. Gleichzeitig weist IVD West für NRW auf zu geringe Neubautätigkeit und weiter sinkende Baugenehmigungen hin. Solange kaum neuer Wohnraum entsteht, bleibt der Druck auf gute Bestandsimmobilien bestehen.
Der zweite Grund ist die strukturell stabile Nachfrage. Die offizielle Bevölkerungsprognose der Stadt Ratingen erwartet bis 2040 keinen massiven Einbruch, sondern nur einen leichten Rückgang bei gleichzeitig deutlicher Alterung. Das bedeutet für den Wohnungsmarkt: Nachfrage verschwindet nicht, sie verändert sich. Barrierearme Wohnungen, gut erreichbare Lagen, gepflegte Bestände und moderne Grundrisse dürften überdurchschnittlich gesucht bleiben. Familiengeeignete Häuser in guten Wohnlagen bleiben ebenfalls knapp, weil sie nicht beliebig reproduzierbar sind.
Der dritte Grund ist die Markterholung nach der Korrekturphase. Der Gutachterausschuss beschreibt bereits für 2025 leicht steigende Preise bei Wohnungen und Eigenheimen. IVD West sieht für NRW 2025 stabile Kaufpreise und steigende Mieten. Zusammen mit den aktuellen Angebotsindikationen ergibt sich daraus ein plausibles Szenario: In Ratingen dürften sich 2026/2027 vor allem gute und moderne Wohnimmobilien stabil bis leicht steigend entwickeln. In Premiumlagen ist auch ein stärkerer Auftrieb möglich, wenn das Angebot sehr knapp bleibt.
Differenzierter fällt der Ausblick für ältere Bestände aus. Unsanierte Häuser und Wohnungen mit energetischem Nachholbedarf werden weiterhin verkauft – aber selektiver und stärker preislich differenziert. Käufer rechnen Sanierungskosten heute bewusster mit ein als noch vor einigen Jahren. Das heißt nicht automatisch Preisverfall, wohl aber einen höheren Bewertungsabstand zwischen modernisiertem und unmodernisiertem Bestand.
Für Kapitalanlagen spricht viel für eine Fortsetzung der stabilen Vermietbarkeit. Der Mietmarkt bleibt angespannt, die Mieten steigen auf Plattformbasis weiter, und Ratingen bleibt als Wohnstandort im Düsseldorfer Umfeld attraktiv. Gleichzeitig ist das Renditeniveau im Wohnsegment eher moderat. Investoren sollten deshalb nicht auf billige Einstiegspreise hoffen, sondern saubere Mikrolagen, Substanzqualität, Mietertrag und Entwicklungspotenzial zusammen betrachten.
Im Gewerbebereich dürfte 2026/2027 vor allem die Einzelfallqualität entscheiden. Ratingen bleibt ein starker Wirtschaftsstandort, aber der Markt ist heterogen. Gute Büro- und Gewerbeobjekte in verlässlichen Lagen können weiter solide nachgefragt bleiben, während Sonderimmobilien stark vom konkreten Nutzungskonzept abhängen.
Meine Markteinschätzung für Ratingen 2026/2027
- Einfamilienhäuser: stabile bis leicht steigende Preise in guten Lagen; besonders gesucht bleiben modernisierte Familienhäuser
- Eigentumswohnungen: stabile Entwicklung, leichte Aufwärtsbewegung im guten Bestand wahrscheinlich
- Baugrundstücke: wegen Knappheit weiter hoher Preisdruck, vor allem in gefragten Wohnlagen
- Kapitalanlagen: solide Vermietbarkeit, aber weiterhin kein klassischer Schnäppchenmarkt
- Gewerbeimmobilien: differenziert nach Lage, Nutzung und Objektqualität
Warum eine professionelle Wertermittlung in Ratingen besonders wichtig ist
Gerade weil Ratingen so differenziert ist, funktionieren pauschale Online-Werte hier nur eingeschränkt. Ein Haus in Hösel, ein Reihenmittelhaus in West, eine Eigentumswohnung in Tiefenbroich oder ein Abrissgrundstück in Lintorf lassen sich nicht seriös über einen einzigen Durchschnittswert bewerten. Schon kleine Unterschiede bei Lage, Modernisierung, Zuschnitt, Energiezustand, Grundstückstiefe, Ausrichtung und Mikroumfeld verändern den Marktwert spürbar.
Die amtlichen Daten des Gutachterausschusses liefern dafür die beste Grundlage, müssen aber fachlich richtig gelesen werden. Bodenrichtwerte sind keine fertigen Verkaufspreise. Preisübersichten sind keine starre Liste, sondern statistische Marktdaten. Angebotswerte sind keine beurkundeten Abschlüsse. Erst die Kombination aus amtlicher Datenbasis, Marktkenntnis und objektspezifischer Einordnung ergibt einen belastbaren Marktwert.
Für Eigentümer, die in Ratingen verkaufen möchten, ist deshalb die professionelle Bewertung der Schlüssel zu einer erfolgreichen Vermarktung. Wer zu hoch startet, verliert Zeit und Marktvertrauen. Wer zu niedrig ansetzt, verschenkt Vermögen. Besonders in einem Markt wie Ratingen entscheidet die richtige Preisstrategie oft über mehrere zehntausend Euro Unterschied.
Quellen und methodische Einordnung
Dieser Marktbericht kombiniert amtliche Kaufpreisdaten und aktuelle Angebotsindikationen. Die amtlichen Kennzahlen stammen aus dem Grundstücksmarktbericht 2026 des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Ratingen sowie aus den darin zitierten Stadtstatistiken und den Bodenrichtwertsystemen von BORIS-NRW. Diese Werte beruhen auf ausgewerteten Kaufverträgen, Bodenrichtwerten und offiziell veröffentlichten Marktdaten.
Ergänzend wurden aktuelle Angebotsindikatoren aus großen Marktplattformen und Marktberichten herangezogen. Solche Werte sind hilfreich, um das aktuelle Marktgefühl, Angebotsniveau und Stadtteilspreisgefüge sichtbar zu machen. Sie ersetzen aber keine notariellen Kaufpreissammlungen. Deshalb werden sie in diesem Bericht bewusst als zusätzliche Marktindikationen und nicht als amtliche Abschlusspreise verstanden.
- Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Ratingen: Grundstücksmarktbericht 2026
- BORIS-NRW: Bodenrichtwerte und örtliche Fachinformationen
- Stadt Ratingen: Bevölkerungsprognose 2025–2040
- IVD West: Marktbericht NRW 2025
- Aktuelle Angebotsindikatoren 2026: ImmoScout24, Immowelt, Engel & Völkers
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Ob Einfamilienhaus, Eigentumswohnung, Mehrfamilienhaus, Grundstück oder Gewerbeimmobilie: Für eine belastbare Bewertung reicht in Ratingen kein pauschaler Durchschnittswert. Entscheidend sind Lage, Zustand, Baujahr, Energieeffizienz, Grundstück, Vermietungssituation und die konkrete Mikrolage im jeweiligen Stadtteil.
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